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Eigenbau einer Dreischienenweiche

Für die Erweiterung meiner Nebenbahnstrecke, die sowohl von Regelspur- als auch Schmalspurfahrzeugen der Spurweite H0m befahren werden soll, standen umfangreichen Weichbauarbeiten an, die teilweise Sonderkonstruktionen erforderten.
Da diese Sonderbauarten in schlanker Ausführung als Industriematerial nicht zu erhalten sind, blieb nur der komplette Eigenbau.

  Weichenschablone
So wird der Weichenbausatz der Firma Tillig geliefert
     
Zunächst wurde eine Weichenschablone am Computer erstellt und ausgedruckt.
Auf die aufgeklebte Weichenschablone wurden dann mit Weißleim 2 mm dicke Lindenholzschwellen in den entsprechenden Längen aufgeklebt:

Um den späteren Verlauf zu überprüfen wurde anschließend ein Tillig H0m Gleis auf die Holzschwellen gelegt.
  Erste Probeverlegung
Bestandteile des Tillig-Weichenbausatzes 85450
     

Aus 0.5 mm dickem Messing-Winkelprofil wurden nun die Radlenker an den zuvor gekennzeichneten Stellen unter dem Schienenfuß der Außenschienen gelötet.
Um einen gleichbleibenden Abstand zu gewährleisten, wurde eine entsprechende Lötlehre gebaut.

  Radlenkerbau
Strombrücke für die Herzstück-Endschienen
     

Zur Herstellung der Herzstückspitze wurden die angeschliffenen Schienenprofile von der Rückseite verzinnt und anschließend auf Messingblechstreifen gelötet, die später zwischen den Schwellen zu liegen kommen. Damit dies möglich ist, wurde die Lage der Schwellen zuvor auf dem Schienenprofil markiert.

  Löten der Herzstückspites
Ausbildung der Herzstück-Endschienen
     

Zur Überprüfung der Lage wurde die Herzstückspitze mit Spurlehren an den Außenschienen fixiert.

  Anpassen der Herzstückspitze
Vorbereitung der Zungenschienen
     

Im nächsten Schritt erfolgte das Anlöten der Flügelschienen im Bereich der Herzstückspitze.
Zur Gewährleistung des richtigen Abstandes wurde auch hier wieder mit einem Bohrer in entsprechender Dicke als Lötlehre gearbeitet.
Die überstehenden Messingstreifen wurden anschließend abgeschnitten und verschliffen.

  Radlenker werden angelötet
Vorbereitung der Zungenschienen zur Aufnahme der Stellschwelle
     

Nach der Fertigstellung der Herzstückspitze erfolgte die Montage der Schienen auf den Holzschwellen. Dazu verwendete ich geätzte Schienenstühlchen, die im WEINERT-Programm zu finden sind. Sie haben die gleiche Stärke wie die verwendeten Radlenkerprofile.
Mit entsprechenden Schienennägeln (Spikes) die ebenfalls bei Weinert zu bekommen sind, wurden die Schienen auf den Holzschwellen festgenagelt.

  Fertige Herzstückspitze
Vorbereitung der Zungenschienen zur Aufnahme der Stellschwelle
     

Die Ausbildung der Radlenker und die Führung der Schmalspurschienen erfolgte nach dem gleichen Prinzip

  Fertige Weiche
Radlenker zur Führung der Schmalspurfahrzeuge
     

Als Stellschwelle wurde anfänglich ein schmaler Pertinax-Streifen verwendet. Da die Kunststoffstellschwellen der Firma Tillig auch einzeln zu bekommen sind, werde ich bei weiteren Weichen diese verwenden und sie so befestigen, wie ich es im Bericht über den Bau der Tillig-Weichen beschrieben habe.

 

Die fertige Weiche
Die fertige Dreischienen-Weiche

     

Die Stromversorgung des Herzstücks erfolgt über das auf dem Servo-Dekoder befindliche Relais.

  Die fertige Weiche
Stromversorgung des Herzstücks
     
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